Jadebaum

Jadebaum - Portulacaria afra

Die Portulacaria afra (Strauchportulak, Portulakarie, Speckbaum) wird oft mit Crassula ovata verwechselt.

Es ist ein immergrüner reichverzweigter Strauch mit rötlichen Zweigen und glänzenden, breiten keilförmigen Blättern, die rot gerandet sein können.
Diese Sukkulente kann in ihrer Heimat, den trockenen Gebieten Südafrikas, etwa 3.5 Meter hoch werden, und sieht wie ein kleiner wildverzweigter Krüppelbaum aus, da sie als Nahrung für Vieh und Wild dient.

 

Standort: Gänzjährig im Zimmer kann diese Portulakarie an einem hellen, sonnigen Platz stehen (8°C/22°C). Auch ist es möglich, sie von Mai (nach der Frostperiode) bis Ende September an einem sonnigen bis halbschattigen Standort im Freien zu stellen. Bei voller Sonne färben die Blätter sich rötlich und die Pflanze bleibt viel kompakter. Bei Standortwechsel vom Zimmer ins Freie immer vorsichtig vorgehen: an einem trüben Tag oder lieber an mehreren trüben Tagen den Bonsai nach aussen stellen und langsam an die Sonne gewöhnen. Hiermit vermeiden Sie Verbrennungen. Im Winter kann die Portulakarie bei 8-16°C gehalten werden, wobei ohne weiteres Temperaturen von bis zu 22° C vertragen werden.

Gestaltung/Stilarten: Baumform und Wälder sind möglich.

Giessen: Wie alle Sukkulenten benötigtigen diese Sukkulenten wenig Wasser. Immer gut antrocknen lassen, kann mehrere Tage gehen, und dann wieder kräftig giessen. Um so kühler der Standort, desto weniger Wasser geben. Im Winter bei kühlem Standort (8-12°C) kaum giessen. Kann auch ohne weiteres 4 bis 6 Wochen ohne Wasser auskommen. Sehr praktisch wenn die Ferienzeit anfängt. Bekommt die Jadebaum allerdings zuviel Wasser, dann hat sie ein Problem, das kaum noch zu beheben ist; sie wird sofort Blätter abwerfen und im allgemein entsteht Wurzelfäule, was zum Absterben des ganzen Bonsais führen kann. Wenn dies passiert, sofort Stecklinge machen um so wieder von vorne mit der Gestaltung anfangen zu können.

Düngen: Von Mai bis September alle drei Wochen mit Bonsai-Flüssigdünger auf feuchtem Boden giessen. Im Winter nicht düngen.

Schnitt: Grundsätzlich von April bis September. Damit eine Baumform ensteht, müssen die unteren Blätter, die an den alten Ästen sitzen, entfernt werden. Alle nach innen und quer wachsenden Äste können abgeschnitten werden. Haben die neuen Triebe die gewünschte Länge erreicht, werden die Triebspitzen abgezwickt. Sobald der neue Austrieb wieder sichtbar ist, auf 2-3 Blätter einkürzen. Damit die Schnittverletzung besser heilen kann, wird etwa eine Centimeter länger als sonst geschnitten. Diese Triebstückchen vertrocknen und können dann problemlos entfernt werden.

Drahten: Ist möglich, aber nur wenn es nicht anders geht und die Äste müssen dann leicht verholzt sein. Lieber abspannen wenn es sein muss.

Umtopfen: Ist immer möglich, am liebsten im Frühjahr zu Beginn der Vegetationsperiode. Normalerweise wird alle 2 bis 5 Jahre umgepflanzt. Vorsichtig das Wurzelwerk etwas einkürzen. Nach dem Umpflanzen etwa zwei Wochen kein Wasser geben. Als Erde nehmen wir eine Mischung aus Akadamaerde, Bonsaierde und Lavasteinchen im Verhältnis 1:1:1. Etwas organischen Mehrnährstoffdünger beimischen: etwa 2 Gramm je Liter Erde.

Wachstumsstörungen: Blätter fallen ab, der Stamm wird schwammig. Viel zu viel Wasser.

Pflanzenschutz: Wurzelfäulnis. Schmierläuse können gelegentlich vorkommen.

Überwinterung: Im Winter bei 8°-16°C im Zimmer oder Wintergarten überwintern. Trocken halten.

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